Aufstellen griechischer Mythen

 

Veranstaltungsort: Deidesheim/Weinstr. bei Mannheim
8. und 9. Mai 2004

Aufstellen griechischer Mythen mit Dr. Dimitris Stravopoulos
vom „Griechischen Bert Hellinger Institut für Systemische Aufstellungen“

Im alten Griechenland entwickelte sich das Theater als ein starkes Medium der Massenkommunikation und der kollektiven Seelenwandlung (Therapie): Die Aufführungen verbanden alle Beteiligten in ein Feld der Anteilnahme (Methexis) und der Läuterung (Katharsis), also in ein “wissendes Feld” (Albrecht Mahr) zur Verarbeitung schicksalhafter Verstrickungen.
Heute bringt der griechische Therapeut Dimitris Stravopoulos, ein langjähriger Freund Bert Hellingers, die tiefen Gehalte der Mythen mit der Methode des Familienstellens zusammen. Durch die Aufstellung schicksalsbestim-mender Archetypen können die grundsätzlichen Bewegungen der Seele verstanden und für unsere Zeit frucht-bar gemacht werden: z.B. archetypische Verstrickungen bei Tochter-Vater- und Sohn-Mutter-Beziehungen sowie bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Es zeigen sich neue Dimensionen: Unser Urwissen verbindet sich mit den großen Bewegungen der Seele, die in den Aufstellungen erscheinen. Das Urwissen erweitert sich durch neue Erkenntnisse und Lösungswege. Insbesondere das Aufstellen der Ilias (Trojanische Krieg) und Odyssee (Versuch der Rückkehr) zeigt archetypisch Lösungswege für den Frieden. Dies kann als Basis für die Friedenssuche und Versöhnung verstanden werden (wie z.B. durch das Aufstellen von Ländern ).
Dimitris Stravopoulos erforscht diese Zusammenhänge seit Jahren im “Griechischen Bert Hellinger Institut für Systemische Aufstellungen” mit einer interdisziplinären Gruppe.

Programm:

Sa. 8. und So. 9. Mai 2004
Deidesheim/Weinstr. bei Mannheim

Sa. 8. Mai 2004: Workshop
Einführung in die Aufstellung altgriechischer Mythen als Medium der Therapie
10.00-12.30 Uhr
Einführung, Diskussion, kleinere Aufstellungen, die den Zusammenhang von Altertum, Mythen und der Moderne bzw. Deutschland aufzeigen.
14.30-18.00 Uhr
Iphigenie als Archetyp der Tochter-Vater-Verstrickung (Opfer für den Vater).
Lösungswege im Mythos und Bewegungen der Seele in Aufstellungen, um die Dynamik und das Geflecht dieser archetypischen Beziehung zu erfahren, welche auf das ganze Feld der heutigen Paar- und Familienwirklichkeit Einfluß hat.

So. 9. Mai 2004
Vortrag und öffentliche Aufstellungen von Mythen als Beitrag zur Friedenssuche

Ab 13 Uhr geöffnet mit Büchertisch (Verkauf von themenbezogenen Büchern und Aufstellungs-Videos)
14.00 – 15.00 Uhr
Vortrag: Aufstellung von Mythen und Friedenssuche
Der Kreislauf von Ilias und Odyssee. Verwandlung nach der Kriegshybris, Heimweh und Rückkehr.
16.00 - ca. 19.30 Uhr
Aufstellungen: Ilias und Odyssee. Verwandlung und Rückkehr
Homer besingt in der Ilias das unüberwindbare Trauma des Krieges, die Zwänge des Kriegsgewissens und die Verwandlung aller Beteiligten in Täter und Opfer. Aufstellen der kriegerischen Parteien. Die Bewegungen der Seele in den Täter-Opfer-Beziehungen. Der Archetyp der nötigen Umwandlung nach dem Krieg. Die Versöhnung bei Homer und die Bewegungen der Seele bei den Aufstellungen als Impulse für den Frieden.

„Enthülle uns deinen Namen Fremder...
Nenne uns also deine Heimat, das Land und deine Stadt,
damit unsere Schiffe dich dorthin bringen können,
denn ... unsere Schiffe... haben keinen Steuermann noch Steuer..,
sondern die Schiffe selbst wissen um die Wünsche und Gedanken der Menschen
und wissen wohin sie diese bringen sollen,...“

(Aus Homer‘s Odyssee, Gesang 8, Strophen 548-565)

Bert Hellinger 1999 in: Love’s Hidden Symmetry. Vorwort zur griechischen Ausgabe:
“Was dort (in den Mythen) den Göttern zugeschrieben wird, ist die Wirkung verborgener Ordnungen der Liebe in der Seele, wie sie das Familienstellen ans Licht bringt. Es geht dabei vor allem um den Gegensatz zwischen zwei Gewissen. Das eine Gewissen, das wir fühlen, treibt den Helden an, etwas zu tun, was er für richtig hält. Daher weiß er sich in seinem Handeln gerechtfertigt und gut. Das andere Gewissen wirkt unbewußt und setzt Ordnungen durch, die dem gefühlten Gewissen verborgen bleiben. Dazu gehört z.B., daß sich ein Kind nicht in die Angelegenheiten seiner Eltern und Vorfahren einmischen darf, weder um ihnen beizustehen, noch um sie zu rächen, noch um für sie zu sühnen. Sonst treibt dieses verborgene Gewissen es dazu an, zu scheitern oder unterzugehen. Das Wesen der Tragödie besteht daher im Widerstreit dieser beiden Gewissen. Das Familien-Stellen bringt diese verborgenen Ordnungen ans Licht und ermöglicht es dem Helden oder, in unserem Fall, dem Klienten, eine Lösung zu finden, durch die er tragischen Verstrickungen entgeht. Ich danke Dimitris Stavropoulos für seine Pionierarbeit...

Kosten:
Workshop (Sa: 10 – 18 Uhr ): 70.- Euro
Vortrag & Aufstellung (So: 14 - 19.30): 25.- Euro
Die Anmeldung ist erst mit der Überweisung des Betrages gültig.
Konto: Laurenz Hildebrandt
Dresdner Bank (BLZ: 666 800 13)
Konto: 6 823 919 00

Anmeldung und Info
Laurenz Hildebrandt - WorldArt-Events Werderstr. 17 - 76530 Baden-Baden
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